
Judo - Der Sanfte Weg
Judo ist eine japanische Kampfsportart, deren Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen, als das einfache japanische Volk, das keine Waffen tragen durfte, begann, waffenlose Selbstverteidigungssysteme zu entwickeln, um sich gegen die Übergriffe der Samurai zu schützen.
Als Begründer des Judo gilt Jigoro Kano (1860 -1938), der 1882 in Tokio seine Judoschule, den Kodokan ("Ort zum Studium des Weges") gründete, die übrigens heute noch existiert. Er befreite die alten Jiu-Jitsu-Stile von gefährlichen Elementen und ermöglichte so einen sportlichen Zweikampf ohne Verletzungsrisiko. 1911 wurde Judo in Japan an allen Mittelschulen als Pflichtfach eingeführt und ist bis heute fester Bestandteil des Schulsports. Auch bei uns gewinnt der Sport Judo an Schulen und als Mittel der Gewaltprävention immer mehr an Bedeutung, denn hier haben junge Menschen die Möglichkeit, sich auszupowern und ihre Kräfte zu messen - das jedoch nach strengen Regeln.
Nach den Lehren Kanos ist Judo nämlich nicht nur ein Weg der körperlichen Ertüchtigung, sondern auch eine Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung. So werden neben der Schulung von Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und Koordination auch Konzentrationsfähigkeit, Respekt und Rücksichtnahme vermittelt. Junge Menschen werden so über den Judosport zu selbstbewussten und verantwortungsvollen Mitmenschen, die sich zu behaupten wissen.
Generell ist Judo ein Sport, der in jedem Alter erlernt und ausgeübt werden kann, egal ob Leicht- oder Schwergewichtler und auch für junge Mädchen sehr gut geeignet ist.